Der Weg der modernen Malerei

Moderne Malerei – stimmungsvoll, kräftig, bewegend

Der Beginn der Moderne als kunstgeschichtlicher Epoche liegt im Ausklang des 19. Jahrhunderts. Industrialisierung und der nachfolgende Umbau der Gesellschaft führten zu einer Neuausrichtung in Hinblick auf tradierte Werte. In der modernen Malerei beginnt dieser transformative Zeitabschnitt mit den Malern des Impressionismus und endet etwa mit den Gemälden im Stil des Informel.
 

Hintergrundgedanken der modernen Malerei

Die impressionistischen Bilder wollten sinnliche Eindrücke der Natur festhalten, die Künstler malten „en plein air“, also außerhalb des Studios, und ohne Bindung an einen Auftrag. Licht und Schatten wurden stimmungsvoll in Farben übersetzt. Wichtig war die Atmosphäre eines Ortes aufzunehmen und diese während der Malerei authentisch in das Werk zu übersetzen.

 

Moderne Malerei bricht mit der Tradition

Die Besonderheit des auf der Leinwand festgehaltenen Moments löste die universelle Landschaftsdarstellung der Romantik ab. Dieser radikale und zunächst umstrittene Bruch mit der Tradition der akademischen Malerei war der erste Schritt zum autonomen Werk einer Künstlerpersönlichkeit. Frei und ungebunden im künstlerischen Schaffen. Wie faszinierend diese Bilder aus heutiger Sicht sind, können Sie in den renommierten Museen der Welt nachvollziehen. Impressionistische Gemälde zählen inzwischen mit zu den wertvollsten Gegenständen jeder Sammlung.
 

Verschiedene Strömungen tun sich auf

Den impressionistischen Malern folgten zahlreiche Künstler, die ihrerseits neue Darstellungsformen wie den Symbolismus, den Kubismus oder den Surrealismus begründeten. Nachhaltigen Einfluss auf die moderne Malerei hatten aber vor allem die Bilder des Expressionismus. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden Gemälde von eindrücklicher Schönheit, in denen Farben und Formen auf die Leinwand gebrachte Seelenzustände beschrieben. Jedes Gemälde wurde ein Unikat. Es übersetzte die emotionalen Erlebnisse der Maler in die Bewegung des Pinsels über die Malfläche und in die Auswahl der verwendeten Farben.

Neuartige Techniken gewinnen Einlass in die Malerei

Nach diesem Aufbruch, der ein weiteres Abrücken von realistischem Abbilden bedeutete, gerieten auch die Grenzen zwischen Alltag und Kunst ins Blickfeld der Maler der Moderne. Alltagsgegenstände wurden in die Leinwand eingelassen und in die Komposition mit einbezogen. Neue Maltechniken wie die Frottage nutzten Tageszeitungen und Zeitschriften und die Op Art orientierte sich in ihrem Bildgegenstand an modernen Werbegrafiken und Comicvorlagen. Die gegenstandslosen Malereien der Nachkriegsmoderne Drop Painting, Color Field Art und Informel folgten.

 

Vereinigung in der modernen Malerei

Heute finden Sie moderne individuelle Kompositionen, die all diese Stilmittel der klassischen Moderne auf einem Bild vereinen. Die Künstlerpersönlichkeit findet ihren Ausdruck in zeitlos gültigen Gemälden; die individuelle Formensprache und der Umgang mit Farben und Duktus sind frei und werden nur durch innere Notwendigkeiten bestimmt.

 

Abstraktion in Einzigartigkeit

So ist die moderne Malerei von der Lösung einer realistischen Gegenstandswiedergabe durch Farbe und Form gekennzeichnet bis hin zur völligen Abstraktion. In der modernen Malerei entstehen Unikate, die eine universelle Sprache sprechen, die jeweilige Aussage ist jedoch absolut individuell. Farbauftrag und Motivwahl sind so vielfältig wie der Umgang mit Leinwand, Rahmen und Komposition.

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