Moderne Kunst – Aufbruch der Avantgarde

Moderne Kunst – was verbirgt sich dahinter?

Moderne Kunst ist ein Sammelbegriff eines Zeitabschnitts. Der Begriff dieser Kunstrichtung unterliegt daher keiner exakten Definition. Die Kunstwerke der Moderne zeichnen sich nicht durch einen einheitlichen Stil aus. Zu unterschiedlich sind die Strömungen und Künstler, die der Moderne verbunden sind und die Kunstepoche prägen. Moderne Kunst orientiert sich nicht nach Vorgaben oder Anleitungen. Sondern sie lebt vielmehr von der Idee des Experiments und der Freude an Wissenschaft und moderner Technik.

 

Die Epoche der modernen Kunst

Unter dem Sammelbegriff  Moderne Kunst fassen Sammler, Kunsthistoriker, Museen und Galerien Werke der bildenden Kunst, die ab etwa 1870 entstanden sind.

Die Kunst der Moderne umfasst in etwa ein Jahrhundert. Ab dem Beginn der 1970er Jahre wurde der Begriff  Moderne verstärkt hinterfragt. Die zeitgenössische Kunst, die nach dieser Dekade entstand, etablierte sich mehrheitlich unter dem Begriff und dem Konzept der Postmoderne.
 

Die Entstehung der modernen Kunst

Die Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts war in der Regel Auftragskunst und Ausstellungen waren staatlich organisiert und juriert. Die ausgewählten Kunstwerke repräsentierten stilistisch die herrschende Kunstauffassung. Der zufolge versuchten die Künstler, die Realität möglichst exakt abzubilden und sie arbeiteten illusionistisch.

Erste Werke, die mit dieser Kunstauffassung brachen, waren die Malereien des Impressionismus. Für den Wandel sehr bedeutend war die 1863 von Künstlern organisierte und unabhängige Ausstellung "Salon des Refusés". In ihr stellte Édouard Monet sein "Le déjeuner sur l'herbe" einem, ob der Darstellungsform verblüfften, Publikum vor. Dies kann als Geburtsstunde der Modernen Kunst gesehen werden.
 

Moderne Kunst schafft neue Möglichkeiten

Von da an wandten sich eine Reihe großartiger Künstler als Avantgarde der Moderne dem experimentalen Erforschen neuer Materialien, Sichtweisen und Darstellungsarten zu. Berühmte Vertreter dieser wichtigen Phase Moderner Kunst sind die Künstler Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Paul Gaugin, Henri de Toulouse-Lautrec sowie Henri Matisse, George Braque oder Pablo Picasso.
Der Impressionismus wandte sich deutlich vom zeitgenössischen Darstellungsideal ab. Das geschah zugunsten eines subjektiv vermittelten Eindruckes von der Welt. Dieser Ansatz wurde von Fauvismus und Kubismus noch um die Aspekte Natur und Technik erweitert. Doch Fauvismus und Impressionismus blieben weiterhin einer Motivtreue und perspektivisch korrekter Darstellung verhaftet.
 

Der Bruch mit alten Stilen

Erst in den Kunstwerken nach der Jahrhundertwende wird die sachliche Objektabbildung zugunsten eines radikal subjektiven Erlebens aufgegeben. Der Übergang brach mit den bisherigen Konzepten und entwickelte sich in eine neue Richtung. Die Kunstwerke des Expressionismus schwelgen in Farben und Formen und beschließen eine besonders ausdrucksstarke Epoche der Modernen Kunst. Bekannte Vertreter dieser Stilrichtung der Avantgarde sind Wassily Kandinski, Franz Marc, Robert Delaunay, Gabriele Münter, August Macke, Marianne von Werefkin und Alexeij von Jawlensky.
 

Verschiedene Strömungen auf den Kontinenten

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts verlagerten sich die avantgardistischen Strömungen zunehmend vom krisengeschüttelten Europa in das moderne, explorative Nordamerika. Zwar haben Dada, Futurismus und Surrealismus ihre Wurzeln mit Marcel Duchamps, Giacomo Balla und Salvador Dali noch in Europa.

Doch schon der Bauhaus-Stil emigrierte erfolgreich und Kunstströmungen wie Abstrakter Expressionismus, Color Field Painting, Op Art, Minimal Art, Konzeptkunst und Video Art fanden starke Vertreter unter den nordamerikanischen Künstlern. Performance, Happening und Landart brachen schließlich völlig mit dem tradierten Bildbegriff.

 

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